Postenbesetzung und Wählerwille                                              30-04-2020

Man kann Berchings CSU für das gute Ergebnis bei der Kommunalwahl im März gratulieren. Im Überschwang der Freude sollten jedoch gute demokratische Gepflogenheiten, zeitgemäße Personalentscheidungen und der Beitrag für eine kooperative Atmosphäre mit den anderen politischen Gruppierungen nicht über Bord geworfen werden.

Wie man hinter den Kulissen hört, will die CSU auch in dieser Wahlperiode wieder beide Bürgermeisterstellvertreterposten für sich reklamieren, diesmal jedoch keine Frau dafür berücksichtigen. In der Wahl hatten sich 57,5 Prozent der Gemeindebürger für die Kandidatinnen und Kandidaten der CSU entschieden. Mit diesem Ergebnis dann 100 Prozent der Bürgermeisterposten zu besetzen, halten wir für unverhältnismäßig und für eine mangelnde Respektierung des Willens von den 42,5 Prozent der Wähler von SPD, FW und DF-Berching. In der parteiinternen Entscheidung über die Stellvertreter soll das Stimmergebnis aus der Wahl im letzten Monat besonders stark gewichtet werden.

Wir sehen die Hälfte der Wählerschaft, also die Wählerinnen ignoriert, wenn man für keine der zwei Stellvertreterpositionen eine Frau vorsieht. Und die anderen drei Ratsfraktionen zu übergehen heißt, das Votum von 42,5 Prozent der Wähler zu missachten. Berchings Stadtrat braucht von der stärksten Fraktion ein glaubhaftes Signal für den Willen zu einer sachlichen überfraktionellen Zusammenarbeit. Den Minderheitsfraktionen einen Stellvertreterposten zu überlassen, wäre eins. Für die Repräsentanz der 42,5 Prozent eine mehrheitlich akzeptierte Person zu finden, stellen wir uns dann als leicht lösbare Aufgabe vor.  

Für die FW: Petra Merkert, Tel. 08462-2542
Für das DF-Berching: Franz Donhauser, Tel. 08462-1512

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